12. September 2016

Das (Zombie-) Projekt "Totenstadt"



Vor einiger Zeit bekamen wir Post von einem neuen Kleinverlag namens “BlooodnBrain”. Florian Müller, Iniitator und Inhaber des Verlags machte uns auf sein neues Spiel “Totenstadt” aufmerksam, einem klassischen Zombie-Kartenspiel, in dem eine Gruppe von Söldnern kooperativ auf die Jagd nach Zombies geht und die (tote) Stadt von den  Untoten befreien soll.  Wir zeigten Interesse und bekamen das Exemplar Nr. 24 von 50 aus der limitierten ersten Ausgabe zugesandt.

Das Unboxing des Spiels  ist wirklich bemerkenswert, denn in der Spielschachteln finden wir riesige, überdimensionierte Spielkarten. Vorteil dieser Kartengröße: Es lassen sich viele Texte unterbringen und das sogar mit einem eher schlecht lesbaren Font, der aber gut zum Gesamtdesign des Spiels passt. Außerdem: Mit solchen riesigen Karten zu spielen ist irgendwie cool. Insofern finden wir das allgemeine Outfit des Spiels schon einmal sehr gelungen und die Idee mit der Karten - Übergröße originell.

Das Spiel Totenstadt bietet sicher einiges an Unterhaltung für Fans des Zombie- Genres. aber für den Spieleinstieg  ist Geduld angesagt. Ohne Nachschlagen auf der Webseite und in einschlägigen Foren und lässt sich das Spiel kaum erlernen. Trotzdem möchten wir mit diesem Beitrag die große Leidenschaft und hohe Motivation des Teams honorieren. Totenstadt zeigt, wie viel Sorgfalt bei der redaktionellen Bearbeitung eines solchen Spiels notwendig ist und wie wichtig eine klar strukturierte Anleitung mit unmissverständlichen Bezeichnungen ist.  

Ist diese Hürde überwunden, wird Totenstadt zu einem Zombiespiel mit viel Atmosphäre. Der kooperative Aspekt ist gut umgesetzt, die Mischung aus Würfelkampf und “Missionen erfüllen” ist nicht neu, aber bringt spannende Momente ins Spiel.

Inzwischen ist ein Kickstarter Projekt für die neue Auflage der Totenstadt durchgeführt worden, das aber nicht erfolgreich verlaufen ist. Der Verlag will aber einen neuen Anlauf unternehmen und einige Crowdfunding - Stellschrauben optimieren. Zudem ist ein Messeauftritt in Essen geplant, Dort kann das Spiel dann mit Hilfe von Supportern getestet werden.

8. September 2016

Preisträger Deutscher Spielepreis 2016


Mombasa gewinnt den Deutschen Spielepreis 2016. Das Spiel stammt von Alex Pfister und Viktor Kobilke und ist bei eggertspiele/Pegasus erschienen. Auf den weiteren Plätzen sind folgende Spiele gelistet:

2. CODENAMES (Vlaada Chvatil (Heidelberger / CGE)
3. T.I.M.E STORIES (Manuel Rozoy (Space Cowboys /Asmodee)
4. PANDEMIC LEGACY (Matt Leacock (Z-Man Games / Asmodee)
5. MYSTERIUM  (Oleksandr Nevskiy und Oleg Sidorenko (Libellud/Asmodee)
6. KARUBA (Rüdiger Dorn HABA)
7. ISLE OF SKYE (Andreas Pelikan und Alexander Pfister (Lookout Spiele)
8. IMHOTEP (Phil Walker-Harding Kosmos)
9. 7 WONDERS DUELL (Bruno Cathala und Antoine Bauza (Repos/Asmodee)
10.  NIPPON (Nuno Bizarro Sentiero und Paulo Soledade (What's Your Game/Asmodee)


Mein Favorit war eigentlich  T.I.M.E STORIES, das mich thematisch als auch von den innovativen Spielelementen her am meisten anspricht. Zwar sind zeitbasierte Spiele und Kooperation so weit nichts Neues, aber der Adventure Charakter in  T.I.M.E STORIES ist gefühlt ein wirklich neues Spielerlebnis, das bisher höchstens in Video- Adventures zum Tragen kam. 

Das diesjährige Spiel des Jahres (roter Pöppel) ist mit Platz zwei deutlich höher gelistet als das Kennerspiel des Jahres (anthrazitfarbener Pöppel) Isle of Skye. Das zeugt von großer Popularität von Codenames auch bei den Vielspielern. in unseren (Kenner-) Spielrunden ist es aber tatsächlich eher durchwachsen beurteilt worden. 

Das hoch gehandelte Pandemic Legacy erreicht "nur" Platz vier. Eigentlich hatten wir es mindestens auf dem Podium erwartet. Aber vielleicht hat hier die freie Abstimmung, die ergänzend zu einer Jury in die Wertung eingeht, Einfluss gehabt und es hat bei den Spielern draußen vielleicht weniger Popularität. 

Ein Spiel wie Blood Rage, das wir richtig gut finden, fehlt ganz in den Top-10 und dürfte einen der weiteren Plätze eingenommen haben. Auffallend, aber auch ein wenig erwartet ist übrigens die starke Präsenz (50%) von Spielen aus dem Vertrieb von Asmodee in den Top-10, während Schmidt / HiG diesmal nicht vertreten sind und lediglich die goldene Feder für die beste Spielanleitung bei Stone Age Junior erhalten. Aber das ist ja auch was.

Insgesamt sehen wir beim Deutschen Spielepreis 2016 aber wieder 10 richtig tolle Spiele und mit Mombasa einen verdienten und würdigen Sieger. Herzlichen Glückwunsch.

18. Juli 2016

Spiel des Jahres 2016 - Die Sieger



Dieses Jahr war es spannend, wieviel Experiment lässt die Jury zu?

Beim Kennerspiel  fällt das Urteil konservativ aus.
Das Kennerspiel des Jahres heißt:
„Isle of Skye“ von Alexander Pfister & Andreas Pelikan
(Verlag/Vertrieb: Lookout Spiele/ASS Altenburger)

Etwas mutiger das "Spiel des Jahres" mit einem Kommunikationsspiel.
Das Spiel des Jahres 2015 heißt:
 „Codenames“ von Vlaada Chvátil (Verlag/Vertrieb: Czech Games Edition/Heidelberger Spieleverlag)

Gratulation an die beteiligten Autoren und Verlage!